Landtagswahl: FORDERUNGEN DER BRAUWIRTSCHAFT

1. Steuer- und Abgabensicherheit für Brauereien

• Langfristige Stabilität der Biersteuer sowie Verzicht auf zusätzliche spezifische Abgaben auf Bier, um die wirtschaftlich angespannte Lage nicht weiter zu verschärfen.

• Entlastungen bei Energie- und Stromsteuern für energieintensive Produktionsprozesse der Brauwirtschaft, um Investitionsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkei zu sichern.


• Die baden-württembergischen Brauereien sind in die Mühle des Kostendrucks geraten. Die Brauer vermissen faire Wettbewerbsbedingungen mit dem Handel. Wir fordern: Mehr Einsatz für mehr Wettbewerbskontrolle und faire Handelsbedingungen. Will man als Genießerland weiter eine große Biervielfalt, muss der Marktmacht der Handelsketten politisch eine Grenze gesetzt werden.


2. Bürokratieabbau und praxisnahe Regulierung

• Spürbare Vereinfachung und Beschleunigung von Genehmigungsverfahren (z. B. Immissionsschutz, Bau- und Betriebsgenehmigungen, Veranstaltungsgastronomie)


• Konsequent digitalisierte, vereinheitlichte Dokumentations- und Kontrollprozesse, um Bürokratie zu reduzieren und Ressourcen auf Wertschöpfung und Beschäftigung zu lenken. 


3. Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten

• Programme zur Förderung regionaler Rohstoff- und Lieferketten (Getreide, Hopfen, Wasser, Logistik) im Land, um die regionale Verankerung der Brauereien wirtschaftlich zu stärken und Versorgungssicherheit zu erhöhen.


• Die Umsatzsteuersenkung auf Speisen in der Gastronomie ist ein Anfang gewesen: für die Gastronomen. Für die Brauer wäre eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Getränke eine wichtige Maßnahme. Daher fordern wir: 7 Prozent Mehrwertsteuer auch auf Getrönke im Gastgewerbe. 


4. Fachkräftesicherung und Ausbildungsförderung

• Stärkung der dualen Ausbildung in Brauer  und Mälzerberufen durch gezielte Berufsorientierungs- und Förderprogramme des Landes, um junge Menschen für die Brauwirtschaft zu gewinnen. 


• Unterstützung von Weiterbildungsangeboten (z. B. Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz), damit Beschäftigte qualifiziert bleiben und Lohnsteigerungen mit Produktivitätszuwächsen einhergehen.


5. Bezahlbare Energie und Klimaschutz mit Förderung statt Überforderung

• Spezifische Förderprogramme für Energieeffizienz- und Klimaschutzinvestitionen in Brauereien (z. B. moderne Kälteanlagen, Wärmerückgewinnung, alternative Antriebe in der Logistik), damit Klimaziele erreichbar sind, ohne Betriebe finanziell zu überlasten.


• Planungssichere, technologieoffene Regelungen zu Klimaschutz, Verpackung, Mehrweg/Einweg und Pfandsystemen, um langfristige Investitionsentscheidungen der Brauwirtschaft abzusichern. 


6. Bekenntnis zum Kulturgut Bier

• Die Politik ist nicht nur gern bei Fassanstichen und Bürgerfesten gesehen, sondern auch, wenn es darum geht, Brauern unterstützend zu begegnen, wenn es um strukturelle und wirtschaftliche Erleichterungen für unsere Branche geht. Wir fordern ein klares Bekenntnis zu unserem Kulturgut Bier, mit und ohne Alkohol. Handwerkliches Bierbrauen ist nicht umsonst Unesco-Erbe, das wir mit Verantwortung pflegen.

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